Sonntag, 03.04.2011
Mallorca, strahlender Sonnenschein, leichte Brise – das ist die perfekte Ausgangssituation für unseren Mallorca Segeltörn. Wir, das sind Carsten – der Skipper, Andreas – der Co-Skipper, Grit, Philipp, Jacob und Oliver. Das Ziel des heutigen Tages war Puerto Cabrera. Ausgangspunkt unserer Segelreise ist Porto Colom.
Weil noch Reparaturen am Boot zu machen waren, haben wir erst um 12:00 Uhr abgelegt. Nach einem ausgedehnten und leckeren Frühstück unter Deck, sind wir die Sicherheitsanweisungen durchgegangen, bevor wir richtig los segelten. Am Abend war Landgang angesagt, wobei Co Skipper Andreas Bordwache hielt, sprich er hat geschlafen
. Das Abendessen an Bord bestand aus Farfalle mit Thunfisch – und: wir haben uns alle an das Dosenbier gehalten
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Montag, 04.04.2011
Nach einem ausgedehnten Frühstück unter Deck nahmen wir, mit Windstärke 5-6, Kurs auf Palma. Doch was dann: Das Großsegel unserer Charteryacht lässt sich nicht reibungslos setzen. Daher haben wir für Morgen früh um 08:00 Uhr den Vercharterer bestellt, der ein Ersatzsegel mitbringt. In Böen frischte der Wind auf Windstärke 7 auf, und wir mussten unser Tagesziel abbrechen abbrechen und motoren nach Playa de la Rapite. Hier setzten wir erneut das Großsegel, aber es ist zu schwergängig. Also erst einmal Badepause für die Jungs und Grit am wunderschönen Strand. Nach dem Abendessen im Restaurant hat uns Grit noch in DGS unterrichtet – Skipper Carsten und Philipp haben sich das App hierzu runter geladen
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Dienstag, 05.04.2011
Erneut strahlend blauer Himmel und dazu eine leichte Brise, die idealen Bedingungen für unseren Törn. Der Vercharterer tauschte um 08:30 Uhr erst einmal das Großfall und wir brachten das Groß anschließend 5x aus bis alles wieder funktionierte. Anschliessend flickten wir auch noch das Beiboot und gönnten wir uns danach unter Deck ein leckeres Frühstück. Los geht es: Jeder wollte und durfte heute Mal ans Ruder unserer und gegen 16:00 Uhr liefen wir in den imposanten Hafen von Palma ein, vorbei an der großartigen Kathedrale. Olivers Anlegemanöver hat problemlos geklappt. Abends erkundeten wir die Altstadt von Palma mit ihren vielen Cafés und Tapas Bars sowie den schmalen Gassen, die sich zwischen den zahlreichen historischen Bauten hindurch schlängeln.
Mittwoch, 06.04.2011
Heute hatten wir uns einiges vorgenommen, daher sind wir alle auch, trotz langer Nacht, früh aufgestanden. Durch die späten Öffnungszeiten in Palma verspätete sich allerdings alles etwas und wird frühstückten leider doch erst später – es gab leckeres Rührei mit Zwiebeln und Speck
. Die Liegegebühr war mit 52 € relativ günstig, allerdings wurde noch eine Leuchtturmsteuer von 42 € erhoben
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Beim Auslaufen beeindruckten uns die großen Yachten, die zahlreich und majestätisch hier im Hafen von Palma liegen. Es war nicht ganz einfach die Yacht durch die enge Ausfahrt, mit vielen Mourings dicht unter dem Wasser, zu lenken und es hätte daher auch fast eine Kollision mit einer anderen Yacht (Ausweichpflichtiger) gegeben, doch mit der Auslauf-Musik von van Halen und den zusätzlichen Antrieb des Motors hat dann doch alles gut geklappt. Da der Wind heute sehr schwach war, mussten wir zwischenzeitlich den Motor zur Unterstützung anwerfen und so haben wir nach 37,8 Seemeilen auch unser heutiges Ziel unseres Törns auf Mallorca, eine kleine Bucht inmitten des geschützten Archipels im Nationalpark Cabrera, erreicht. Mit einer Flasche Rotwein machten wir uns zu den Nationalparkhütern auf, um uns damit die Erlaubnis zur Übernachtung an der Boje zu erschleichen
. Ein leckeres Abendessen gab es heute von Grit – Chili con Carne und anschließend eine kleine Sternstunde über den Planet Saturn. Der laue Abend klingt bei einigen Bier wunderbar entspannt aus und alle schlafen heute sehr gut.
Donnerstag, 07.04.2011
Heute am vorletzten richtigen Segeltag unseres jetzigen Törns sind wir gemeinsam um 08:30 Uhr aufgestanden, um eine Stunde später zu frühstücken und los segeln zu können. Es gab diesmal kein Rührei, sondern nach dem dritten Anlauf gekochtes Ei, es ist eben an Bord nicht alles so einfach, auf dem schwankenden Boot und dem Gasherd. Das Ablegen von dem wunderschönen Wasserschutzpark fällt uns nicht leicht, da die Gegend uns allen so gut gefällt. Das Ablegemanöver hat jedoch super geklappt (es ist heute auch schon das zweite Mal in dieser Woche) und bei einem guten Nord-Ost Wind konnten alle einmal wieder ans Steuer. Um 19:30 Uhr liefen wir in Porto Petro unter Motor ein – mit einer Tagesdistanz von 40 Seemeilen. Am Abend sind Grit, Philipp und Oliver nochmal mit dem Dingi in die malerische Stadt gefahren, wobei auf dem Rückweg gepaddelt werden durfte, da der Motor nicht mehr ansprang. Nach dem Abendessen (die Reste des Chili von gestern) gab es noch Männergeschichten bis nachts um halb 2.
Freitag, 08.04.2011
Heute, am letzten Tag unseres wunderbaren Mallorca Törns sind wir von Puerto Petro nach Porto Collom zurück gesegelt. Bei frischem Wind bis 5 Bf sind wir auf dem Weg dorthin noch einige Manöver unter Segel gefahren, damit die frisch-Segelschein-Besitzer soviel Erfahrung wie nur möglich bekommen – alle wurde natürlich, zur Freude des Skippers, mustergültig durchgeführt. Denn Erfahrung kommt von Erfahren.
Im Hafen angekommen, haben wir das Boot übergeben und es wurde von Tauchern gesichtet. Beanstandungen gab es keine. Somit ging auch dieser, mal wieder erlebnisreicher und schöner, Segeltörn um die Süd-Ost Küste Mallorcas zu Ende.

